Was-wäre-wenn-Simulationen: Bestandsentscheidungen vorab durchrechnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was-wäre-wenn-Simulationen beantworten Bestandsfragen, bevor ihr sie teuer ausprobiert.
  • Typische Fragen: Was kostet ein Prozentpunkt mehr Lieferbereitschaft? Was passiert mit der Verfügbarkeit, wenn der Bestand um X € sinkt?
  • Die Service-Level-Kurve zeigt den Zusammenhang grafisch: Die letzten Prozentpunkte sind die teuersten.
  • EazyStock rechnet das nicht global, sondern verteilt Ziel-Lieferbereitschaften optimal über die ABC/XYZ-Klassen.

Welche Fragen beantwortet die Simulation?

Die beiden Klassiker: Um wie viel Euro steigt der Lagerbestand voraussichtlich, wenn ihr die gewünschte Lieferbereitschaft anhebt? Und umgekehrt: Wie stark sinkt die Lieferbereitschaft, wenn ihr den Bestand um einen bestimmten Betrag verkleinert? Die Simulation rechnet die Auswirkung artikelweise durch, bevor irgendjemand einen Parameter anfasst. Entscheidungen über Ziel-Service-Level werden damit zu Rechenaufgaben statt Glaubensfragen.

Die Service-Level-Kurve.

Das Verhältnis zwischen Lieferbereitschaft und nötigem Lagerbestand lässt sich als Kurve darstellen: Sie steigt exponentiell, die letzten Prozentpunkte Verfügbarkeit kosten am meisten. So seht ihr auf einen Blick, welche Ziel-Lieferbereitschaft zu welchem Bestandswert führt. Warum das so ist und wie sich der Trade-off anfühlt, zeigt der Artikel zur Lieferbereitschaft mit interaktivem Simulator.

Auf Klassenebene statt global.

Eine globale Wunsch-Lieferbereitschaft wäre die Gießkanne. EazyStock kombiniert stattdessen die ABC- und XYZ-Analyse in einer Matrix und verteilt die Ziel-Lieferbereitschaften automatisch so über die Klassen, dass das globale Ziel mit minimalem Gesamtbestand erreicht wird. Einzelne Klassen lassen sich manuell übersteuern, etwa bei Service-Level-Vereinbarungen mit Kunden. Und weil sich Artikel bewegen, prüft das System täglich, ob ein Artikel die Klasse gewechselt hat.

Simulationen sind auch ein Verhandlungswerkzeug: Wenn der Vertrieb 99 % Verfügbarkeit fordert, legt die simulierten Mehrkosten daneben. Meist wird aus der Forderung dann ein differenziertes Ziel je Warengruppe.

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