Bestandsplanung: der zweite Schritt im Bestandsmanagement.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bestandsplanung ist der Schritt zwischen Analyse und Bestellung: Hier legt ihr Ziele und Parameter je Artikelklasse fest.
  • Kern der Planung sind Ziel-Service-Level, Sicherheitsbestand und Bestellrhythmus je Klasse aus der ABC/XYZ-Analyse.
  • Geplant wird auf Klassenebene, nicht je Einzelartikel: Das macht die Steuerung von tausenden Artikeln überhaupt möglich.
  • Ohne Planung fällt die Disposition auf Bauchgefühl und Einzelfallentscheidungen zurück.

Was wird in der Bestandsplanung festgelegt?

Für jede Artikelklasse definiert ihr drei Dinge: den Ziel-Service-Level (wie verfügbar soll die Klasse sein?), das Sicherheitsbestands-Niveau (wie viel Puffer rechtfertigt das?) und den Bestellrhythmus (kontinuierlich am Bestellpunkt oder in festen Zyklen?). Diese Vorgaben sind die Stellschrauben, die später jede einzelne Bestellung steuern.

Warum plant ihr auf Klassenebene?

Kein Mensch pflegt Ziele für 8.000 Einzelartikel. Die Klassen aus der ABC/XYZ-Analyse bündeln Artikel mit ähnlichem Verhalten. Ihr plant neun Klassen statt tausende Artikel, und die Regeln vererben sich automatisch auf jeden Artikel darin. Neue Artikel erben die Regel ihrer Klasse, ohne Handarbeit.

Wie oft muss die Planung überarbeitet werden?

Die Klassifizierung dreht sich, also auch die Planung. Mindestens quartalsweise gehören Klassenzuordnung und Ziele auf den Prüfstand: Ein Artikel, der von CZ nach AX gewandert ist, braucht ein anderes Ziel. In einem laufenden Betriebsmodell passiert das als Routine, nicht als Projekt.

Der häufigste Planungsfehler ist ein pauschales Service-Level-Ziel fürs ganze Lager. Warum das teuer wird, steht im Artikel zur Lieferbereitschaft.

Wie viel Liquidität liegt in eurem Lager gebunden?

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