SAP Beschaffungsprozess: kurz und knapp erklärt.
Das Wichtigste in Kürze
- Der SAP-Beschaffungsprozess läuft in fünf Schritten: Bestellanforderung (BANF), Freigabe, Bestellung, Wareneingang, Rechnungsprüfung.
- Das Prinzip dahinter ist Kontrolle: keine Bestellung ohne Anforderung, keine Zahlung ohne geprüften Wareneingang.
- Jeder Schritt hat eine eigene Transaktion, von ME51N für die BANF bis MIRO für die Rechnung.
- SAP führt den Prozess aus, entscheidet aber nicht, was und wie viel bestellt wird. Diese Entscheidung bleibt Dispositionsarbeit.
Wie läuft eine Bestellung durch SAP?
Was bedeuten BANF, MIGO und MIRO?
Die wichtigsten Kürzel, denen du im Prozess begegnest:
Was entscheidet SAP nicht?
Der Prozess kontrolliert den Weg einer Bestellung, nicht ihren Inhalt. Ob die Menge stimmt, ob der Zeitpunkt passt, ob der Artikel überhaupt noch bevorratet gehört: Das kommt aus der Disposition, und die rechnet in SAP meist mit statischen Parametern wie Meldebestand und fixer Losgröße. Wie aus diesen Parametern eine laufend nachgeführte Bestandsoptimierung wird, zeigen die drei Schritte der Bestandsoptimierung.
In vielen SAP-Häusern ist die BANF-Disziplin gut, die Parameterpflege nicht. Prüft stichprobenartig, wann eure Meldebestände zuletzt angepasst wurden. Das Datum sagt mehr als jedes Prozess-Audit.
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