EDI vs. API vs. Schnittstellen: Systemintegration in der Praxis.
Das Wichtigste in Kürze
- Schnittstelle ist der Oberbegriff: jeder Weg, auf dem zwei Systeme Daten austauschen.
- EDI überträgt standardisierte Geschäftsdokumente (Bestellungen, Lieferscheine, Rechnungen) zwischen Unternehmen, meist stapelweise.
- APIs sind programmatische Schnittstellen für den Austausch in Echtzeit, typisch innerhalb der eigenen Systemlandschaft.
- In der Praxis braucht ihr oft beides. Entscheidend ist nicht die Technologie, sondern dass jemand die Strecken betreibt und überwacht.
Was ist was?
Wann EDI, wann API?
EDI ist der Standard für wiederkehrende Belege zwischen Geschäftspartnern: Große Kunden und Lieferanten erwarten Bestellungen, Auftragsbestätigungen und Rechnungen als EDI-Nachricht, nicht als PDF im Postfach. APIs spielen ihre Stärke innerhalb der eigenen Systemlandschaft aus: wenn das ERP nächtlich Daten an die Bestandsoptimierung liefert und morgens Bestellvorschläge zurückkommen, oder wenn ein Webshop Bestände in Echtzeit abfragt. Die Faustregel: Belege zwischen Firmen sprechen EDI, Systeme im eigenen Stack sprechen API.
Und wenn das ERP keine API hat?
Dann ist das kein Ausschlusskriterium. Ältere Systeme exportieren Belege als Dateien (etwa IDocs als XML) und übertragen sie per SFTP, moderne bieten OData- oder REST-Schnittstellen, dazwischen liegt der lesende Datenbankzugriff. Wichtiger als die Technologie ist der Betrieb: Strecken, die überwacht werden, Fehler, die jemandem auffallen, und ein klarer Verantwortlicher. Wie wir das lösen, inklusive der Wege für On-Premise-Systeme, zeigt die Integration-Accelerator-Seite.
Fragt bei Integrationsprojekten nicht zuerst „EDI oder API?", sondern „Wer merkt es, wenn die Strecke nachts ausfällt?". Die Antwort auf die zweite Frage entscheidet über die Datenqualität im Tagesgeschäft.
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