Von Ladenhütern bis Schnelldrehern: Warum ihr nicht alle Artikel gleich beschaffen solltet.
Das Wichtigste in Kürze
- Schnelldreher und Ladenhüter verdienen gegensätzliche Bestellregeln, keine einheitliche Dispo.
- Renner (AX): hohe Verfügbarkeit, automatisiert, häufige kleine Bestellungen.
- Ladenhüter (CZ): niedriger Bestand, kein wachsender Puffer, Auslistung aktiv prüfen.
- Die Einteilung liefert die ABC/XYZ-Analyse, die Konsequenz ist die passende Bestellregel je Klasse.
Wie disponiert ihr Schnelldreher?
Renner (typisch AX) tragen euren Umsatz und haben stabile Nachfrage. Hier lohnt hohe Verfügbarkeit, und weil das Muster planbar ist, lässt sich der Nachschub weitgehend automatisieren: häufige, kleine Bestellungen halten den Bestand niedrig, ohne die Lieferfähigkeit zu gefährden. Der Sicherheitsbestand ist überschaubar, weil die Streuung klein ist.
Was macht ihr mit Ladenhütern?
Ladenhüter (typisch CZ) binden Kapital, das kaum arbeitet. Die falsche Reaktion ist ein wachsender Sicherheitsbestand aus Angst vor Fehlmengen. Richtig ist das Gegenteil: Bestand minimieren, in Großgebinden statt Dauerbevorratung denken, und regelmäßig die Auslistung prüfen. Manche Ladenhüter sind Servicepositionen für Schlüsselkunden, die meisten sind Altlasten.
Wie steuert ihr beides gleichzeitig?
Nicht per Hand, Artikel für Artikel, sondern über Regeln je Klasse. Die ABC/XYZ-Analyse teilt das Sortiment ein, die Bestandsplanung hinterlegt je Klasse die passende Strategie. So bekommt jeder Artikel automatisch die Regel, die zu seinem Verhalten passt.
Prüft eure Top-10-Kapitalbinder: Erschreckend oft sind darunter Artikel, die kaum Umsatz machen. Genau dort sitzt der schnellste Bestandsabbau, ohne dass die Lieferfähigkeit leidet.
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